So transportieren Sie Pakete auf dem Rad

 

Nicht alle Pakete passen auf den Gepäckträger oder in eine Satteltasche. Trotzdem braucht man kein Lastenrad, um von der Packstation bequem nach Hause zu radeln: Mit speziellen Halterungen soll man auch auf einem herkömmlichen Zweirad große Pakete transportieren können. Sogar Werkzeugkoffer und sperrige Musikinstrumente finden mit manchen Modellen einen Platz.

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Wir haben vier Konstruktionen für Sperrgepäck getestet, die am Gepäckträger befestigt werden. Die Vaude Free Cargo, die Exo Easy und Exo Max von Red Rebane und die Vaude Urban Cargo sind multifunktional: Sie können neben dem sperrigen Transportgut auch Taschen aufnehmen, die man für Einkäufe oder Fahrten zum Sportverein nutzt. Damit sind sie eine Alternative zur klassischen Gepäckträgertasche. Das maximale Gewicht der Lasten gibt die Halterung für den Gepäckträger vor: Bei Vaude sind es jeweils 12,5 Kilogramm, bei den Exo-Modellen 10 Kilogramm.

Die maximale Traglast des fünften Produkts im Test hängt von Ihrer Rückenmuskulatur ab: Mit dem Gurtsystem Pikapak schnallen Sie Kartons wie einen Rucksack auf den Rücken.

Fazit

Die Free Cargo von Vaude ist die unkomplizierteste Lösung: Sie dient als Gepäckträgertasche und wird bei Bedarf kurzerhand zum Gepäcktransport umfunktioniert. Für größere und unhandliche Lasten einsetzbar ist die Exo Max von Red Rebane. Geht es nur um kurze Fahrten zur Packstation, dann sollte man sich den Pikapak anschauen.

Diese Transportlösungen haben wir getestet:


Vaude Free Cargo

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Auf den ersten Blick ist die Free Cargo eine übliche Gepäckträgertasche: Sie wird mit Vaudes Taschenträgersystem am Gepäckträger eingehängt und fasst in ihrer Haupttasche 23 Liter Gepäck. Sie ist wasserdicht, hat zwei flache Taschen im Inlay, keine Polsterung, und ein Notebook passt rein.

Zum Lastenträger wird die Free Cargo durch die große Lasche an der Front. Das funktioniert nur, wenn die Tasche leer ist und platt gedrückt werden kann. Dann passen Kartons oder andere klobige Gegenstände in die Lasche, gesichert werden diese mit fünf verstellbaren Gurten. Die Spannung der Gurte wird mit Klemmen hergestellt, die aber schwer zu schließen sind. Ein Karton in der Größe 49 × 39 × 14 Zentimeter passte gut hinein. Auch ein großer Werkzeugkoffer saß trotz seines Gewichts von sieben Kilogramm gut und sicher.

Vaude Free Cargo: Größere Lasten passen nur, wenn die Tasche leer ist

Vaude Free Cargo: Größere Lasten passen nur, wenn die Tasche leer ist

 Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Lasche hat außen eine kleine, mit einem Reißverschluss versehene Tasche für flache Gegenstände. Sie lässt sich jedoch nur nutzen, wenn die Lasche nicht für Lasten benötigt wird.

Fazit: Die Free Cargo überzeugt mit ihrer Doppelfunktion: Als herkömmliche, wasserdichte Gepäckträgertasche lässt sie sich für Einkäufe oder Ausflüge nutzen. Bei größeren Lasten, die ihr Fassungsvermögen überschreiten, kommt die Lasche mit den Gurten zum Einsatz. Störend sind die umständlichen Klemmen der Gurte.


Red Rebane Exo Easy und Exo Max

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Nur rund 700 Gramm wiegt die kleinere der beiden Varianten: die Exo Easy. Hängt sie zusammengeklappt am Gepäckträger, ist sie nicht einmal vier Zentimeter dick – und stört so nicht während der Fahrt.

Setzt man einen Karton oder andere sperrige Lasten ein, muss man nur die Spanngurte aufziehen und die mit einem Klettverschluss zusammengehaltenen Seitenteile öffnen. An zwei Ringen zieht man die Gurte wieder fest. Ausprobiert haben wir das mit verschiedenen Kartons und einem Werkzeugkoffer. Hat man die Fracht entnommen, lässt sich die Konstruktion leicht wieder zusammenklappen: In der Mitte die Gurte zusammenziehen und unten den Boden mit dem Klett zusammendrücken.

Die größere Exo Max hat zusätzlich unten Spanngurte, sodass kopflastige Gegenstände wie der Bass in unserem Test sicher befestigt werden können. Die Max-Variante bietet noch ein paar Zentimeter mehr Spielraum für größere Kartons, wiegt aber mit 870 Gramm auch mehr als die kleinere Easy. Eine Verschlussklappe bedeckt die Gurte, aber ganz so easy wie beim Easy ist es nicht, die Fracht zu verstauen. Die zusätzliche Sicherung macht das Handling komplizierter. Optional kann die Max mit Rucksackträgern ausgerüstet werden, um die Fracht auf den Rücken zu schnallen.

Exo Max: Selbst Musikinstrumente passen hinein. Unser Bassist würde allerdings nie ohne Schutzhülle reisen

Exo Max: Selbst Musikinstrumente passen hinein. Unser Bassist würde allerdings nie ohne Schutzhülle reisen

 Foto: Matthias Kremp / DER SPIEGEL

Beide Versionen werden mit der Halterung von Klickfix am Gepäckträger angebracht. Für beide gibt es optional leichte Taschen, die innen eingehängt werden. Ebenfalls optional ist ein Kabelschloss, um die Exo am Rad zu sichern.

Fazit: Die Exo ist eine variable Transporthilfe, die Kartons, aber auch andere Gegenstände aufnimmt.

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Red Rebane Exo Easy und Exo Max

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Pikapak

Der Pikapak von Unternehmerin Desirée Schmitz ist ein Tragesystem für den Transport von Kartons auf dem Rücken. Es besteht aus zwei Rucksackgurten, die mit einem dritten Gurt für den Karton verbunden sind. Dieser Gurt wird mit einer Klettverbindung verschlossen und läuft dann als Band einmal um den Karton herum. Für einen sicheren Sitz sollte der Karton exakt in der Mitte des Bandes platziert werden. Legt man das Gurtsystem auf eine ebene Fläche, so kann man den Karton mit seiner Mitte auf das aufgenähte »X« legen und dann das Band festziehen.

Die Rucksackgurte haben zwei kleine Polster für die Schultern und können in der Länge verstellt werden. Den Komfort eines Fahrradrucksacks darf man aber nicht erwarten: Die Polster sind dünn und verrutschen gern.

Im Test saß ein Karton in der Größe von 57 × 38 × 19 Zentimetern sicher auf dem Rücken und störte beim Radeln nicht zu sehr. Im Vergleich zu den anderen Systemen eignet sich der Pikapak nicht für lange Strecken. Und allzu schwer sollte der Karton auch nicht sein. Werkzeugkoffer oder andere schwere Lasten kann man mit dem Pikapak nicht sicher transportieren.

Pikapak im Beutel: Passt in die Gepäckträgertasche

Pikapak im Beutel: Passt in die Gepäckträgertasche

 Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Den Pikapak gibt es in zwei Varianten. Der etwas günstigere »One« hat rote Bänder und kommt mit kurzen Tragegurten. Die von uns getestete Version »2.0 Super Set« ist neongelb, kann mit längeren Tragegurten flexibler eingestellt werden und wird in einem Aufbewahrungsbeutel geliefert. Denn das ist der Vorteil des Pikapak: Er lässt sich klein zusammenlegen und wiegt mit 290 Gramm recht wenig.

Fazit: Geht es nur um den Transport von Kartons zur Packstation, dann ist der Pikapak eine praktikable Lösung – wenn der betreffende Karton nicht zu groß oder schwer ist.


Vaude Urban Cargo

Foto: Markus Linden / DER SPIEGEL

Die Urban Cargo ist eine Mischung aus Gepäckträgertasche und Fahrradkorb. Sie besteht aus zwei Teilen: einem wasserdichten Transportbeutel, der rund 25 Liter Volumen hat und per Rollverschluss geschlossen wird. Und aus einer Art Korb, der mit Vaudes Taschenträgersystem am Gepäckträger eingehängt wird.

Der Rücken des Korbs besteht aus einer festen Platte und hängt stabil. Auch der eigentliche Korb ist nur leicht flexibel. Oben lässt er sich mit einer Schnalle öffnen und in der Größe verstellen. Das hilft, um den Transportbeutel leichter einsetzen und dann sicher fixieren zu können. Beim Transport von anderen Gegenständen ist man jedoch durch die geringen Verstellmöglichkeiten eingeschränkt.

Einen Karton in der Größe von 33 × 20 × 24 Zentimetern konnten wir gut transportieren. Deutlich größere passen nicht hinein. Auch bei den Werkzeugkoffern war schnell Schluss: Ein kleinerer passte, der Winkelschleifer mit zwei Akkus und Ladegerät nicht mehr.

Fazit: Die Urban Cargo profitiert von Vaudes guter, anschließbarer Gepäckträgerhalterung. Das flexible System mit Korb und Beutel ist für einige Einsatzzwecke eine Alternative zur Gepäckträgertasche, fasst aber nur kleine Kartons.

Fahrrad-Navi im Test: Garmin weist den Weg – präzise und ausdauernd

Fahrrad-Navis beantworten viele Fragen rund um die Routenwahl und die Geschwindigkeit mit dem Fahrrad. Die kleinen Computer helfen nicht nur bei der Navigation, sondern liefern auch umfassende Leistungsdaten. Doch welcher Fahrrad-Computer navigiert wirklich sicher durch unbekanntes Terrain?

IMTEST, das Test- und Verbraucherportal der FUNKE Mediengruppe, hat sieben Fahrrad-Navis auf Ausstattung, Funktionen, Navigation und Fitness-Features untersucht.

Das Garmin Edge 1050* glänzt dabei als Testsieger mit seinen umfangreichen Funktionen und Fitness-Features.

Getestete Fahrrad-Navis im Überblick

 

Die Modelle im Test sind im Folgenden samt Preis** und Bewertung aufgeführt:

Die besten drei Fahrrad-Navis im Test kommen von Garmin und Hammerhead
Die besten drei Fahrrad-Navis im Test kommen von Garmin und Hammerhead© Hersteller | Hersteller

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Garmin Edge 1050

Platz 1: Testnote 1,6

 
 

795,00 €

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Hammerhead Karoo 3

Platz 2: Tesnote 1,7

 
 

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Garmin Edge 840

Platz 3: Testnote 1,7

 
 

419,99 €

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Modellen und die detaillierten Testergebnisse finden sich im ausführlichen Testbericht auf IMTEST.de.

Garmin Edge 1050: Gewicht, Maße, Display

Die technischen Daten finden sich in der folgenden Tabelle:

Merkmal:Spezifikation:
Maße11,29 x 6 x 1,6 cm
Gewicht161 g
Display Auflösung800 x 480 MP
Display Größe2,6 Zoll
Speicher64 GB
SchutzklasseIPX7

Testsieger: Allgemeine Funktionen mit 1,0 bewertet

Für seine Funktionen erhält das Gerät die Bestnote 1,0. Das Gerät liefert detaillierte Basis- sowie Höheninformationen und viele Daten zu Herz- und Trittfrequenz. Weitere Funktionen wie Indoor-Smart-Trainer und Diebstahlalarm runden das Angebot ab.

Eingehende Nachrichten lassen sich wahlweise anzeigen oder deaktivieren, und das Navi ist mit diversen Apps wie Komoot und Strava kompatibel.

Garmin Edge 1050: Bestes Gerät für Fitness-Funktionen

In puncto Fitness-Funktionen vergeben die Tester die Note 1,3. Das Gerät bietet zahlreiche Trainingsprogramme wie zum Beispiel Wettkampftraining, Power Guide und Cycling Dynamics.

Das Fahrrad-Navi ermöglicht den Download weiterer Einheiten und erlaubt die Erstellung eigener Trainingspläne. Dabei sind Belastung und Effekte stets einsehbar.

Mit der Virtual Partner-Funktion können Sie bei konstanter Geschwindigkeit auch gegen Ihre vorherigen Leistungen antreten und Ihre Performance so kontinuierlich verbessern.

Fahrrad-Navi: Großer Speicher und hohe Auflösung

Das Garmin Edge 1050 erhält im Test für seine Ausstattung die Note 1,6. Besonders positiv fallen der große Speicher von 64 GB, die hohe Display-Auflösung von 800 × 480 dpi und die gute Sichtbarkeit des Bildschirms selbst bei Sonneneinstrahlung auf.

Dank der Schutzklasse IPX7 bleibt das Gerät in einem Meter Tiefe bis zu 30 Minuten wasserdicht. Zum Lieferumfang gehören Karten für Europa, Australien, Afrika und den Nahen Osten. Weitere Karten können nachträglich installiert werden.

Das Gerät Garmin Edge 1050 überzeugt als Testsieger im Fahrrad-Navi-Test mit der Bestnote 1,6
Das Gerät Garmin Edge 1050 überzeugt als Testsieger im Fahrrad-Navi-Test mit der Bestnote 1,6© Hersteller, IMTEST | Hersteller, IMTEST

Ein herausragendes Sicherheitsmerkmal ist die automatische Sturzerkennung mit Notruffunktion. Kommt es zu einem Unfall, sendet das Gerät Ihren Namen und Ihre aktuelle Live-Position an Ihre Notfallkontakte.

Diese müssen zuvor in der Garmin Connect-App eingerichtet werden. Zudem ist das Garmin Edge 1050 kompatibel mit E-Bikes sowie Radar und verfügt über verschiedene Sensoren:

  • GPS
  • Glonas
  • Galileo
  • Höhe
  • Licht
  • Multi-GNSS

Garmin im Test: Einfache Bedienung und lange Laufzeit

Dank seiner Benutzerfreundlichkeit, der leichten Bedienbarkeit – auch mit Handschuhen – und der langen Akkulaufzeit erhält das Garmin Edge 1050 für Bedienung und Navigation die Note 1,6.

Die gute Navigationsleistung des Garmin Edge 1050 überzeugt mit hoher GPS-Genauigkeit und einfacher Routenplanung. So sind diverse Routen speicherbar und der Import verläuft sehr einfach.

Gesamtbewertung des Garmin Edge 1050

In der Tabelle finden sich alle Teilnoten der einzelnen Testkategorien im Überblick:

Zusammensetzung der Bewertung: 
Ausstattung-Note1,6
Allgemeine Funktionen-Note1,0
Bedienung- und Navigation-Note1,6
Fitness-Funktionen-Note1,3
Service-Note1,9
IMTEST-Gesamtnote1,6 (gut)

Fazit: Großer Speicher und einfache Bedienung

Das Fahrrad-Navi von Garmin* sichert sich verdient den ersten Platz im Test. Das Modell bietet nämlich nicht nur den größten Speicher im Testfeld und ein einfach bedienbares, hochauflösendes Display.

Vor allem die Navigation überzeugt: Das Gerät kann diverse Routen speichern, deren Planung sich dank der hohen GPS-Genauigkeit besonders einfach gestaltet.

Besonderes Highlight: Auch im Winter müssen Sie sich mit dem Navi nicht abmühen, denn die Bedienung des Displays gelingt auch mit Handschuhen.

IMTEST – Das Verbrauchermagazin der FUNKE Mediengruppe

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